Regisseurin • Theaterpädagogin • Autorin

Vita

Ich bin in Erlangen geboren und aufgewachsen. Schon früh zog es mich auf die Bühne. Mich faszinierten das Spiel, die Sprache und die Möglichkeit, innere Welten sichtbar werden zu lassen. Im Schultheater und in der Schülerzeitung fand ich erste Räume, mich auszudrücken und Geschichten zu erzählen.

Mein Weg begann mit einer Ausbildung zur Ergotherapeutin. Die Sehnsucht nach künstlerischem Ausdruck blieb jedoch und führte mich weiter in eine Schauspielausbildung. Mit der Zeit wurde mir immer klarer, dass mich nicht nur die Bühne interessiert, sondern vor allem der Mensch selbst mit seinen inneren Beweggründen, seinen Brüchen und den oft überraschenden Wegen, die ein Leben einschlagen kann.

Während ich an einer Schule für Performing Arts arbeitete und mich zur Theaterpädagogin weiterbildete, entstanden mit „Mädchen in Uniform“ und „Equus“ meine ersten Regiearbeiten.

Die Verbindung von Theater und therapeutischer Arbeit führte mich schließlich an das Heidekreis-Klinikum, wo ich von 2010 bis 2015 als Theater- und Dramatherapeutin in einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Tagesklinik tätig war. Parallel dazu absolvierte ich in Hamburg eine Weiterbildung in Theater- und Dramatherapie.

Es folgten eine Zeit als Regieassistentin am Thalia Theater Hamburg sowie ein Engagement als Schauspielerin an der Comödie Fürth. Anschließend führte mich mein Weg zurück zur Regie und zur Theaterpädagogik.

Ab 2016 war ich am Theater Erlangen tätig. Dort leitete ich bis 2020 das inklusive Ensemble Extraordinaire und entwickelte mehrere Eigenproduktionen, die von Vielfalt, Ausdruck und einer klaren künstlerischen Haltung geprägt waren. Mein Stück „Oda still im Menschenmeer“ wurde zum Internationalen Figurentheaterfestival eingeladen und für den Fritz-Wortelmann-Preis nominiert.

Parallel dazu leitete ich die Theaterwerkstatt am Hans-Sachs-Gymnasium in Nürnberg und arbeitete an mehreren Grundschulen. Die Begegnung mit Kindern und Jugendlichen, ihre Fantasie, ihre Offenheit und ihr Blick auf die Welt haben meine Arbeit ebenso geprägt wie die Arbeit auf professionellen Bühnen.

Ab 2017 arbeitete ich zudem am Staatstheater Nürnberg. Dort inszenierte ich, begleitete künstlerische Prozesse und gestaltete Räume, in denen unterschiedliche Lebensrealitäten aufeinandertreffen konnten. Unter anderem brachte ich Oscar Wildes „Der glückliche Prinz“ auf die Bühne.

Das Schreiben begleitete mich über viele Jahre eher im Hintergrund, bis es zunehmend seinen eigenen Platz einnahm. 2021 erschien mein Kinderbuch „Ida und das Glückslabyrinth“. Es folgten eine Neuauflage, eine Hörbuchfassung für Audible und Apple Books sowie das Kinderbuch „Weil du mein bester Freund bist“. Was ursprünglich als einzelnes Projekt begann, entwickelte sich zu einer neuen künstlerischen Heimat.

Von Herbst 2023 bis Frühjahr 2025 lebte ich auf El Hierro, einer kleinen Vulkaninsel im Atlantik. Die Zeit dort war eine bewusst gewählte Auszeit, aus der ein weiteres Buchprojekt entstand und die mir Raum gab, den eigenen Gedanken und neuen Ideen zu folgen. 

Heute lebe ich wieder im Nürnberger Umland. Ich schreibe, entwickle Projekte und freue mich noch immer über Menschen, die den Mut haben, ihren eigenen Geschichten zu folgen. Vielleicht, weil die spannendsten Routen selten die geraden Wege sind.